Beschriftungsübersetzer Version 1.2 © 1999-2005 CR/LF GmbH, http://www.crlf.de Einführung Der Beschriftungsübersetzer ist ein einfaches Hilfsmittel für Unternehmen, die identische Zeichnungen in verschiedenen Landessprachen abgeben müssen. Sie erzeugen die Zeichnung in Ihrer bevorzugten Sprache. Ist sie fertiggestellt, lässt sie sich mit dem Beschriftungsübersetzer in beliebige Zielsprachen übertragen. Installation Das Archiv TrL15102.ZIP (für AutoCAD 2000 und darüber) wird durch eines der gängigen UNZIP-Programme (z.B. PKZIP oder WINZIP) aufgerufen. Entpacken Sie die Dateien in ein beliebiges Verzeichnis. Bei der Vollversion des Beschriftungsübersetzers ist zusätzlich das Ihnen mitgeteilte Passwort einzugeben. De-Installation Zur De-Installation löschen Sie einfach das Verzeichnis, in das sie den Beschriftungsübersetzer installiert haben. Aufruf innerhalb von AutoCAD Um den Beschriftungsübersetzer zu nutzen, müssen Sie ihn in AutoCAD laden. Dazu öffnen Sie zunächst die zu übersetzende Zeichnung. Laden Sie dann über den Befehl APPLOAD (Werkzeuge -> Anwendung) den Beschriftungsübersetzer (TRANSLATE.ARX in AutoCAD Release 14 bzw. TRANSLATE.VLX in AutoCAD 2000). Es stehen nun zwei zusätzliche AutoCAD-Befehle zur Verfügung: TRANSLATE? liefert eine kurze Erklärung über Aufruf und Arbeitsweise des Programms TRANSLATE übersetzt die Beschriftungen der Zeichnung mit Hilfe einer auszuwählenden Übersetzungstabelle. Ist der Beschriftungsübersetzer in Release 14 einmal geladen, wird er automatisch in jeder Zeichnung aktiv, bis AutoCAD verlassen oder der Beschriftungsübersetzer TRANSLATE.ARX mit ARX|UNLOAD entfernt wird. Arbeitsweise Der Beschriftungsübersetzer übersetzt Beschriftungen einer Zeichnung von einer Sprache in eine andere. Dabei wird von folgenden Voraussetzungen ausgegangen: 1. Texte in einer technischen Zeichnung verwenden üblicherweise einen vorgegebenen Satz fertiger Phrasen. 2. Beschriftungen sind meist zu Beschriftungsblöcken zusammengefasst. Entsprechend übersetzt der Beschriftungsübersetzer, indem er Phrasen austauscht und Beschriftungsblöcke ersetzt. Übersetzungstabelle In der Übersetzungstabelle sind die zu ersetzenden Phrasen zusammengestellt. Die Übersetzungstabelle ist eine Textdatei und besitzt normalerweise den Namen TRANSLATE.TBL. Jede Zeile der Übersetzungstabelle beschreibt ein Paar von Phrasen: die Phrase in der Quellsprache (d. h. in der vorliegenden Zeichnung) und die Phrase in der Zielsprache (d. h. in der zu erzeugenden Zeichnung). Die Phrasen sind durch ein Tabulatorzeichen getrennt. Phrasen können aus einzelnen Wörtern bestehen, sollten aber möglichst vollständig sein. So ist es besser, für die Phrase "checked by" eine Übersetzung anzugeben, als für die beiden Wörter "checked" und "by", da diese auch in anderem Zusammenhang vorkommen können, wo sie gegebenenfalls anders übersetzt werden sollen. Insbesondere ist zu vermeiden, sehr kurze Phrasen zu verwenden, da diese auch in vielen anderen Begriffen vorkommen können. Soll beispielsweise "mm" durch "Inch" ersetzt werden, so findet der Beschriftungsübersetzer auch einen Begriff "Himmel" und ersetzt ihn durch "HiInchel". Der Beschriftungsübersetzer führt lediglich einen Austausch der Begriffe durch. Es wird keinerlei semantische Anpassung vorgenommen. Die Phrase muss in exakter Groß-/Kleinschreibung angegeben werden ("Gezeichnet" ist etwas anderes als "gezeichnet"). Die Übersetzungstabelle darf Kommentarzeilen enthalten, die mit einem Semikolon (;) beginnen müssen. Der Beschriftungsübersetzer tauscht Phrasen aus, die in Textobjekten (AcDbText, wie von den Befehlen TEXT und DTEXT erzeugt) und in Attributwerten (AcDbAttribute) vorkommen. Dabei wird jeweils der Phrasenbestandteil ersetzt. Ein Text "checked by Schmitt" wird beispielsweise übersetzt in den Text "geprüft von Schmitt", wenn die Phrase "checked by" durch die Phrase "geprüft von" ersetzt werden soll. Die folgenden Beschriftungsobjekte werden von der Version 1.1 des Beschriftungsübersetzers nicht verändert: Absatztext (AcDbMText), Maßtext (AcDbDimension), Bogentext (AcDbArcAlignedText) und Remote Text (Rtext). Beschriftungsblöcke In den meisten Fällen werden Beschriftungen zu Beschriftungsblöcken zusammengefasst. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen solchen Beschriftungsblock (von Hand oder mit dem Beschriftungsübersetzer) separat zu übersetzen und als Blockdatei zu speichern. Der Beschriftungsübersetzer ersetzt sämtliche Blöcke der Zeichnung durch passende Blöcke in der Zielsprache. Diese müssen sich im gleichen Verzeichnis befinden wie die Übersetzungstabelle. Der Beschriftungsübersetzer prüft sämtliche Blöcke, die in die aktuelle Zeichnung eingefügt sind. Wird im Verzeichnis der Übersetzungstabelle ein gleichnamiger Block gefunden, so ersetzt dieser den ursprünglichen Block. Dabei ist in AutoCAD Release 14 zu beachten, dass Blocknamen in der Zeichnung in Großbuchstaben gespeichert werden. Die Namen der zu ersetzenden Blöcke müssen exakt der Groß/Kleinschreibung in AutoCAD entsprechen. In Release 14 müssen also die Blockdateien ausschließlich in Großbuchstaben benannt sein. Sofern ein Beschriftungsblock Attribute enthält, wird deren Inhalt entsprechend der Übersetzungstabelle phrasenweise übersetzt. Zu beachten ist, dass Attribute in beiden Sprachversionen des Blocks an der selben Stelle stehen müssen. Auch wenn der einzusetzende Block die Attribute an anderen Stellen platziert, bleiben diese an der ursprünglichen Position. Beispiel Im Verzeichnis Sample finden Sie ein einfaches Beispiel für die Arbeitsweise des Beschriftungsübersetzers. Öffnen Sie die Zeichnung SAMPLE.DWG. Sie enthält einige Textelemente sowie zwei Blockeinfügungen. Laden Sie den Beschriftungsübersetzer und rufen Sie den Befehl TRANSLATE auf. Wählen Sie die Übersetzungstabelle im Verzeichnis Sample. Der Beschriftungsübersetzer übersetzt nun die Beschriftungen im Schriftfeld in die deutsche Sprache. Der Revisionsblock REV wird durch sein gleichnamiges Gegenstück aus dem Verzeichnis Sample ersetzt. Der Beschriftungsblock in der Mitte der Zeichnung wird nicht verändert, da es hierzu im Verzeichnis Sample kein Gegenstück gibt. Kundendienst Hilfestellung zum Beschriftungsübersetzer erhalten Sie per Email unter der Adresse support@crlf.de Testversion und Registrierung Die Testversion des Beschriftungsübersetzers ist beschränkt. Sie ersetzt nur eine kleine Anzahl von Blöcken und Beschriftungselementen. Sie kann deshalb zur Produktion nicht verwendet werden, bietet aber genügend Spielraum, um die Funktionsweise und Leistungsfähigkeit der Vollversion auszuprobieren. Möchten Sie auf die uneingeschränkte Vollversion des Beschriftungsübersetzers umsteigen, so laden Sie das entsprechende Archiv von unserem Web-Server www.crlf.de Das Archiv für die Vollversion ist Passwort-geschützt. Sie erhalten das Passwort nach Eingang Ihrer Zahlung. Die Vollversion des Beschriftungsübersetzers kostet US$/EURO 50. Sie darf auf einem Arbeitsplatz installiert werden. Möchten Sie den Beschriftungsübersetzer auf mehreren oder allen Arbeitsplätzen Ihres Unternehmens installieren, so beträgt der Preis US$/EURO 250. Bitte benutzen Sie das Bestellformular aus der Datei BESTELLUNG.TXT. Änderungen gegenüber Version *.1 Der Beschriftungsübersetzer beachtet nun die Einstellung FILEDIA, wodurch es möglich wird, den Befehl TRANSLATE auch in Makros zu verwenden. Der Beschriftungsübersetzer ersetzt Texte einer Priorität folgend, die sich aus der Anzahl Wörter jeder Phrase ergibt. Dies bedeutet, dass längere Übersetzungsphrasen (also solche mit mehr Wörtern) zuerst übersetzt werden. Beispiel: Hatten Sie Übersetzungen für die beiden Begriffe "drawing" und "drawing name", so konnte es passieren, dass die Vorgängerversion die Übersetzung für "drawing" verwendete, auch wenn es für die komplette Phrase "drawing name" eine Übersetzung gab. Der Beschriftungsübersetzer ersetzt nun die längere Phrase zuerst.