Kurzfassung einer Tandemtour von der Lausitz bis in die Schweiz, gefahren im Sommer 2004
Dietmar Rudolph, tandem@crlf.de, 22. 9. 2004

Einen
ausführlichen Tourenplan, Informationen über die benutzten
Hotels/Pensionen sowie Streckenempfehlungen schicke ich gern per Email,
wenn Interesse besteht und ich die Zeit dazu finde.
Start: Schirgiswalde/Lausitz (liegt am Spree-Radweg), Ziel: Basel/Schweiz, Dauer: 14 Tage, Länge:
1250 km
Tandem: Koga TwinTraveller, Gepäck: 25
kg (inkl. Zelt, Schlafsäcke, Luftmatrazen) plus Getränke.
Übernachtung war geplant auf öffentlichen Campingplätzen. Da diese aber in Süddeutschland so selten sind und Umwege von bis zu 30 km erfordert hätten, Hotels und preiswerte Pensionen jedoch an jeder Ecke zu finden waren, lief es dann doch auf richtige Betten hinaus.
Streckenführung (größtenteils auf überregionalen Radfernwegen),
Ausschilderung und Wegezustand:
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Schirgiswalde-Heidenau: Radfernweg Bayreuth-Zittau - keine Beschilderung, teilweise asphaltiert, teilweise Waldwege, bergig, lange, auch steile Anstiege
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Heidenau-Dresden: Elberadweg - gut ausgeschildert, asphaltiert, diverse Baustellen, viel Radverkehr, eben
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Dresden-Freiberg: Radtour an der Silberstraße - keine Beschilderung, asphaltiert, nach Verlassen des Weißeritztals ständiger Wechsel von Steigung und Gefälle
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Freiberg-Augustusburg: Sächsische Städteroute - schlecht ausgeschildert, asphaltiert, hügelig
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Augustusburg-Schlettau: Zschopauradweg, zur Abkürzung einige kurze Strecken Bundesstraße (nicht empfehlenswert) - gelegentlich ausgeschildert, größtenteils asphaltiert, sobald man den Talgrund verlassen muss heftige Steigungen
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Schlettau-Aue: Radroute an der Silberstraße - praktisch keine Beschilderung, asphaltiert, hügelig
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Aue-Schöneck: Mulderadweg, teilweise parallele, aber asphaltierte Landstraße - gelegentlich ausgeschildert, asphaltiert oder Waldwege, hügelig mit einigen Steigungen
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Schöneck-Hof: Radfernweg Bayreuth-Zittau mit Abkürzung über Saalig, Freiberg, Bergen - ab bayrischer Landesgrenze ausgezeichnete Beschilderung, asphaltiert, heftige Steigungen
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Hof-Blankenstein: Saale-Radweg - sehr gut beschildert, asphaltiert oder Schotter, viele, auch steile Steigungen
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Blankenstein-Steinwiesen: Radweg Euregio-Egrensis - gut beschildert, meist Schotter, sehr heftige Steigungen
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Steinwiesen-Kronach-Coburg-Bamberg: Rodachtalradweg, Lions-Radweg, dann ausgeschildert, aber nicht benannt über Bächlein, Unterwasungen, Mittelwasungen und Oberwasungen, ab Coburg Itztalradweg - gut beschildert, asphaltiert, hügelig bis eben
[sinnvoller ist Kronach-Bamberg über den Lions- und Maintalradweg, wir wollten aber in Coburg Freunde besuchen]
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Bamberg-Hirschaid: Regnitz-Radweg - meist ordentlich beschildert, größtenteils asphaltiert, eben
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Hirschaid-Burgbernheim: Aischtalradweg - sehr gut beschildert, asphaltiert, eben bis hügelig, steil beim Aufstieg aus der Windsheimer Bucht
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Burgbernheim-Dollnstein: Altmühltal-Radweg - sehr gut beschildert, asphaltiert und Schotter, eben bis hügelig, teilweise extrem viel Radverkehr
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Dollnstein-Rennertshofen: Wellheimer Tal - gut ausgeschildert, meist Schotter, ganz flache Steigung
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Rennertshofen-Mengen: Radfernweg Donau - nicht immer gut ausgeschildert (oft gibt es mehrere ausgeschilderte Varianten), größtenteils asphaliert, teilweise entlang viel befahrener Bundesstraßen, auch lange Schotterstrecken, hügelig
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Mengen-Messkirch-Ludwigshafen: Schwäbsche Alb-Weg - gut ausgeschildert, asphaltiert, teilweise Schotter, hügelig mit langen Abfahrten
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Ludwigshafen-Stein am Rhein: Bodensee-Radweg - nicht immer gut beschildert, asphaltiert, hügelig, teilweise entlang viel befahrener Straße, sehr viel Radverkehr
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Stein am Rhein-Basel: Schweizer Radfernweg "2" - sehr gut ausgeschildert, asphaltiert, hügelig, viele Steigungen, im flacheren Teil entlang viel befahrener Straßen
Kartenmaterial: Haupka/BDR Radtourenkarten 1:100000 (in der Aldi-Variante), enthalten allerdings sehr viele Fehler (z.B. falsch geschriebene Ortsnamen). Besonders die Steigungspfeile fehlen oft oder zeigen in die falsche Richtung!
Schäden: keine,... doch: eine durch einen "Helfer" abgebrochene Rückspiegelhalterung, die aber vom Hersteller kostenlos (!) ersetzt wurde
Fazit: In Sachsen sind Radfernwege praktisch nicht beschildert. Deshalb und wegen der immer noch laufenden Beseitigung der Hochwasserschäden sind wir viel zu viele Umwege gefahren. Erzgebirge, Vogtland und Fichtelgebirge sind natürlich bergig, aber wir hatten mit noch schlimmeren Steigungen gerechnet. Fast alles war mit Tandem und Gepäck noch fahrbar. In den Flußtälern von Mulde, Aisch, Altmühl oder Donau läuft es natürlich leichter, da waren auch 100 km am Tag drin. Altmühltal, Donautal und Bodenseerundweg sind so überlaufen, dass Tandemfahren teilweise keinen Spaß mehr macht - weil man durch die größere Reisegeschwindigkeit ständig überholen muss, und wegen Gegenverkehr nicht kann. Frage: Weshalb machen eigentlich alle Radler am selben Bach Urlaub? Das Aischtal ist genauso schön wie das Altmühltal, nur fährt an der Aisch kein Mensch! Zelt und Schlafsack sind in Süddeutschland nur unnötiger Ballast: Gasthöfe und Privatpensionen kosten teilweise weniger, als wir an der Ostsee für einen Zeltplatz bezahlt haben.
Weitere Informationen für Tandemfahrer ...
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Last modification: 06.04.2011